Pressespiegel



Kamp-Lintforter Kino soll noch vor Weihnachten eröffnen (24.08.2018)

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Kinobetreiber Anja und Meinolf Thies führten SPD-Politiker über die Baustelle. „Hall of Fame“ könnte auch als Veranstaltungsort genutzt werden.

In der HALL OF FAME sollen noch in diesem Jahr die ersten Filme von der Leinwand flimmern. Vorstellbar sei ein Eröffnungstermin zwischen dem 1. November und dem 22. Dezember, sagte Kinobetreiber Meinolf Thies jetzt bei einem Baustellenbesuch der Kamp-Lintforter SPD-Fraktion.

Deren Mitglieder konnten am Donnerstag schon einmal in zwei Originalsitzen im Rohbau des mit 205 Plätzen größten Kinosaals Probe sitzen und Popcorn knabbern – allerdings mit Blick auf eine unverputzte Wand und – weil noch ohne Dach – mit Open-Air-Kino-Gefühl. Die breiten Sessel mit Armlehnen und einem Ablagetisch werden in allen sieben Sälen Standard sein, erläuterte Kinobetreiberin Anja Thies.

"Das Kino wird richtig chic"

Erst kurz vor Beginn der Baustellenführung machte ein Betonmischer Platz für die Besuchergruppe und gab dann den Blick auf das Foyer mit einer Deckenhöhe von bis zu acht Metern frei, in dem der Kassen- und Thekenbereich untergebracht werden soll. „Man kann jetzt sehen, wie der Bau wächst“, so Meinolf Thies. „Wir waren heute morgen noch bei unserem Innenausstatter, das wird richtig chic hier.“ Ein Datum für die Eröffnung zu nennen, falle dennoch schwer. „Wir sind im Moment ein bisschen fremdbestimmt“, ergänzte seine Frau Anja Thies. So könnte aktuell etwa ein bestimmtes Maß der benötigten Steine nicht geliefert werden. Dennoch soll jetzt mit den Ausbaugewerken begonnen werden, in der nächsten Woche zum Beispiel mit der Verkabelung.

Dass man über Kamp-Lintfort hinaus aktiv für die „Hall of Fame“ die Werbetrommel rühre und dabei auch fest mit Besuchern der umliegenden Städte bis nach Wesel und Xanten kalkuliere, machten Anja und Meinolf Thies mehrfach deutlich. Der Vorteil des Kamp-Lintforter Kinos sei der Neubau. „Viele technischen Neuerungen kann man nur in einem Neubau realisieren“, so Meinolf Thies.

Über den Kinobetrieb hinaus will das Ehepaar die „Hall of Fame“ auch als Veranstaltungsort vermarkten. Ähnlich wie in Essen praktiziert, sei das Kamp-Lintforter Kino etwa auch als Hörsaal nutzbar. Darüber seien mit der direkt benachbarten Hochschule Rhein-Waal bereits Gespräche geführt worden, sagte Meinolf Thies.

Quelle: NRZ (Gabi Gies), Foto: Norbert Prümen

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Noch fehlt der HALL OF FAME das Dach (23.08.2018)

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Kamp-Lintfort. Im Spätherbst soll das Kino in Kamp-Lintfort eröffnen. Gestern durften Baustellen-Besucher schon mal in den ersten Kinosesseln Probe sitzen. 

Die ersten Kinosessel stehen schon schwarz-glänzend in der „Hall of Fame“ – aber nur zur Anschauung. Bis das seit langem geplante Kino am Kreisel Moerser- und Ringstraße tatsächlich eröffnet, dauert es noch einige Monate. Es fehlt das Dach, es müssen noch etliche Kabel verlegt, die sieben Säle mit 750 Sitzplätzen eingerichtet werden und, und, und. Dies hat das Betreiber-Ehepaar Anja und Meinolf Thies jedoch nicht davon abgehalten, bei einem Innenausstatter bereits das Interieur auszuwählen. „Das Ding wird ein Schmuckstück“, versprach das Ehepaar, das gestern Mitglieder der SPD-Fraktion in Kamp-Lintfort als Gäste über die Baustelle führte.

„Man sieht jetzt wie der Bau wächst“, freute sich Thies. Ein konkretes Eröffnungsdatum wollten die Betreiber gestern aber nicht preisgeben. Durch die aktuell gute Baukonjunktur seien Bauherren dieser Tage eher fremdbestimmt. „Wenn plötzlich Steine eines speziellen Maßes benötigt werden und diese ausverkauft sind, wirft das einen zurück“, erläuterte Meinolf Thies den Politikern. Er peilt den Kinostart aber noch in diesem Jahr an. „Zwischen dem 1. November und dem 22. Dezember.“ Die Baustelle lässt jedoch schon erahnen, wie es in der „Hall of Fame“ aussehen wird. Das großzügige Foyer im neuen Lichtspielhaus hat eine Deckenhöhe bis zu acht Metern. Den Eingangsbereich wollen die Betreiber auch für größere Events nutzen. So ist die Eingangstür beispielsweise so breit geplant, dass später ein Auto hineinfahren könnte. „Wir stehen im Kontakt mit der Hochschule Rhein-Waal – für den Fall, dass es dort mal zu Kapazitätsengpässen kommt. In Essen nutzt die Uni regelmäßig Kinosäle für Vorlesungen.“
Rechts vom Eingang haben Anja und Meinolf Thies eine Verkaufstheke geplant, wo die Kinobesucher Popcorn und Eis kaufen sollen. Die Kino-Kassen befinden sich an der Kopfwand. „Bei uns wird nicht alles automatisiert sein. Denn Kino wird von Menschen für Menschen gemacht“, sagt Thies. 35 Mitarbeiter sollen eingestellt werden, die „Hall of Fame“ hat bereits einen Theaterleiter. Der größte der sieben Kinosäle wird 205 Zuschauern Platz bieten, der kleinste 80. Dabei hat das Betreiber-Paar nicht nur die Kamp-Lintforter im Blick. „Wir rechnen auch mit Besuchern aus Duisburg, Moers, Xanten, Alpen und Rheinberg“, erläuterte Anja Thies die Strategie. „All diese Städte im Umfeld machen es möglich, so einen Betrieb zu führen.“ Ab dem nächsten Donnerstag wollen die Betreiber auf der Homepage immer neue Details über die künftige Einrichtung des Hauses preisgeben. Dort finden Interessierte auch ein Baustellen-Tagebuch. Welche Filme und Blockbuster künftig in der Klosterstadt laufen werden, darüber entscheidet letztendlich das Publikum. „Jede Region hat ihre Vorlieben“, berichtete Meinolf Thies seinen Gästern. „Klar ist, dass die Menschen hier lachen und sich auch erschrecken wollen.“ Zurzeit steht für das Ehepaar jedoch nur eines im Fokus: die Baustelle. „Wir wollen endlich fertig werden.“


Quelle: RP (Anja Katzke), Foto: Klaus Dieker

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Wer errät den Eröffnungstag der „Hall of Fame“? (13.07.2018)

RP Bericht 13.07.2018


Das Kinobetreiber-Ehepaar Thies verkürzt die Wartezeit mit einem Ratespiel. Der Rohbau soll im August fertig sein.

Anja und Meinolf Thies würden am liebsten sofort los legen. Da sind die Betreiber des im Bau befindlichen Kinos in Kamp-Lintfort vermutlich genauso ungeduldig wie Kinofans, die sich darauf freuen, bald die großen Blockbuster in ihrer Heimatstadt sehen zu können. Die Betreiber wollen deshalb auch keine Zeit, beispielsweise mit einem Richtfest, auf dem ehemaligen Bergwerksgelände in Nähe des EK3-Kreisels verschwenden. „Wir müssen das Kino fertig bauen.“

Damit die Zeit bis zur Eröffnung nicht zu lang wird, fordern sie mit dem Grafschafter die Kamp-Lintforter heute zu einem Ratespiel heraus. „Wer das richtige Datum des offiziellen, feierlichen Eröffnungstermins errät, der erhält eine Einladung für zwei Personen zu dieser Eröffnungsveranstaltung“, versprechen sie. Den genauen Termin kennt das Betreiber-Ehepaar der „Hall of Fame“ selbst noch gar nicht. Es peilt aber (und das als kleiner Hinweis) sicher einen Termin noch in diesem Jahr an. „Den bekommen sie“, verspricht Thomas Krüger, der als Projektleiter das Bauprojekt für die Investoren-Gemeinschaft realisiert. Zwar gestaltet sich aktuell die Materialbeschaffung für das Bauprojekt ein wenig schwierig, aber: „Alle Gewerke sind vergeben. Das Kino wächst und gedeiht“, betont Krüger.

Die Bauherren der „Hall of Fame“ stehen vor dem Problem, mit dem auch alle anderen Häuslebauer zu tun haben: Die Baubranche boomt. Es wird überall gebaut. „Die Lieferfristen haben sich verdreifacht.“ Das besorgt Thomas Krüger offenbar nicht. „Wir haben bei den Zulieferern eine hohe Priorität.“ Das hängt laut Projektleiter auch damit zu tun, dass die Investoren selbst engagierte Unternehmer seien, die sich in das Projekt stark einbringen würden. „Wenn der Auftraggeber bei Verhandlungen mit am Tisch sitzt, kommt das ganz anders an“, betont Krüger. Auf der Baustelle arbeiteten daher fast nur Firmen aus der Region. Der Projektleiter geht davon aus, dass der Rohbau im August fertiggestellt sein wird. „Es wird dann sofort das Dach aufgesetzt. Und dann geht es innen zur Sache, damit aus dem Gebäude ein Kino wird.“ Der Einbau der Elektrik und der Klimatisierung sei noch einmal aufwendig.

Anja und Meinolf Thies führen derweil auf der Homepage des Kinos ein Bautagebuch. Unter https://hall-of-fame.website/ veranschaulichen zahlreiche Fotos die einzelnen Fortschritte auf der Baustelle. Kinofans können auch in einem Shop schon mal stöbern. Dort werden den Cineasten bereits seit längerem diverse Eröffnungsangebote gemacht.

Wer sich am Ratespiel zum offiziellen, feierlichen Eröffnungstermin beteiligen möchte, schickt einfach seinen Tipp an die E-Mail-Adresse aktionen.moers@rheinische-post.de. Gefragt ist das genaue Datum mit Tag, Monat und Jahreszahl. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2018. Falls mehrere Teilnehmer das richtige Datum geraten haben, entscheidet das Los. Der Gewinner wird mit einer Begleitung zur offiziellen Eröffnungsfeier des Kinos eingeladen.

Quelle: RP (Anja Katzke), Foto: Klaus Dieker

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Die Mehrarbeit gut bewältigt (06.06.2018)


Drei Monate hat sich der Baubeginn beim Kino verzögert. Ein altes Fundament musste aus dem Boden geholt werden.
Der Plan steht: Eröffnung im letzten Quartal

Kamp-Lintfort. Die Arbeiten am neuen Kino auf dem ehemaligen Zechengelände des Bergwerks West schreiten munter und zügig voran. Intern, so erklärt der künftige Kinobetreiber Meinolf Thies, gebe es zwar schon einen fixen Termin zu Eröffnung. Öffentlich wolle er ihn aber nicht nennen. Auf jeden Fall bleibe es bei der bisherigen Planung: „Viertes Quartal des Jahres.“

Gebranntes Kind scheut das Feu
er: Schließlich gab es ja jüngst eine unerwartete Verzögerung: „Mit allem Zipp und Zapp etwa drei Monate“, erklärt Projektentwickler Thomas Krüger. Grund war in diesem Fall keine Weltkriegsbombe, sondern ein riesiges Fundament, das „da so nicht zu erwarten war“. Warum das nicht gerade kleine Gebäude, das da gestanden haben muss, niemand auf dem Schirm hatte? Versteht Krüger auch nicht. Meinolf Thies tröstet sich: „Aufzeichnungen hatten vor 70 Jahren eben eine andere Qualität als heute. Das ist schlimm, aber eine normale Entwicklung.“ Und verweist auf die entschieden längeren Verzögerungsschleifen bei BER und Stuttgart 21. „Am Ende machen wir einen grünen Haken dran und freuen uns.“

Wie auch immer, das alles musste abgetragen, aufgefüllt und neu verdichtet werden. „Da ist es gut, wenn man mit regionalen Handwerkern zusammen arbeitet wie wir es tun. Die identifizieren sich dann eher mit dem Projekt.“ Und so sei es in den kalten Monaten vorgekommen, dass auf dem Rest des Bergwerksgeländes nicht gearbeitet wurde, aber am Kino. Und jetzt werde um so mehr Vollgas gegeben. „Auch samstags wird jetzt häufig gearbeitet“, verrät Thomas Krüger. 3,50 Meter hoch sei das Mauerwerk inzwischen schon. Wieviel teurer die Verzögerung den Neubau macht, wollte Thies nicht sagen: „Aber wir knicken deshalb nicht ein.“ Der Projektentwickler war am Dienstag in Baunatal, um sich ein ähnliches Kino anzusehen, wie es in Kamp-Lintfort geplant ist: „Ein lebensgroßes Modell sozusagen.“ Vor allem technische Details beim Innenausbau seien für ihn dabei interessant, sagte Krüger der NRZ. Ein Richtfest für die „Hall of Fame“, wie das Kino mit sieben Sälen nahe des EK 3 heißen soll, ist nicht geplant, heißt es.

Ein Knaller zur Eröffnung

Gleichwohl verriet Thies, dass er und seine Frau anlässlich einer Kinomesse in Baden-Baden schon mal bei einem Verleiher vorgefühlt hätte, „damit wir dann mit einem schönen Knaller öffnen können“. Für Kamp-Lintfort werde er sicher nicht den neuesten Star Wars als Preview ergattern können, ist sich Thies klar. Aber einen Film eine Woche eher als andere zeigen zu können, sollte wohl drin sein. „Das hängt natürlich vom endgültigen Termin ab – und davon, ob wir nicht noch einen Bunker finden“, scherzt Meinolf Thies.

Quelle: NRZ, Foto: Kino Kamp-Lintfort GmbH

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And the Winner in Kamp-Lintfort is: Hall of Fame (09.03.2018)


Der Name für das Kamp-Lintforter Kino mit sieben Sälen steht seit Freitag fest. Den Namen hat niemand erraten – aber Gewinner gibt es trotzdem.
 

Hall of Fame, zu deutsch Ruhmeshalle, ist der Name des Kamp-Lintforter Kinos. Zahlreiche Mails gingen in der Redaktion ein, aber keiner der Einsender erriet diesen Namen, der sich an den „Walk of Fame“ auf dem Hollywood Boulevard anlehnt. „Wir sind sehr stolz, für das einzigartige Kino am Niederrhein einen ebenso einzigartigen Kinonamen gefunden zu haben“, erklärte Anja Thies, Geschäftsführerin der Kino Kamp-Lintfort GmbH, am Freitag in einer Mitteilung.

Kinobetreiber und NRZ verlosten gemeinsam wertvolle Kinokarten. Der Clou: Errät niemand den Namen, gibt es mehr Preise – ein Trick, auf den sicher selbst Paul Newman und Robert Redford stolz gewesen wären. Die drei Gewinner werden in den nächsten Tagen von der NRZ benachrichtigt und können sich ab Herbst auf cineastische Leckerbissen freuen.

Die Redaktion jedenfalls hatte viel Freude an den teils sehr originellen Namensvorschlägen, welche die Leserinnen und Leser unterbreiteten – eine große Verbundenheit zur Bergbautradition der Stadt ließ sich nicht verleugnen.
Lichtspieltheater Grubengold

Beispiele gefällig? Bitte sehr. „Grubenfenster“, „Filmpalast Friedrich Heinrich“, „Steigerfilm“, „Lichtspielhaus am Förderturm“, „Zechen-Movie“, „Kohlen-Kino“ oder „Lichtspieltheater Grubengold“ weisen unverkennbar in die Vergangenheit, werden jedoch getoppt durch einen Namensvorschlag, wie es wohl keinen zweiten gibt: „Kokerei Theater 1923 - 1950“. Sehr originell, aber vielleicht auch ein wenig sperrig und ziemlich weit weg von Hollywood. Obwohl – drehte nicht Billy Wilder 1950 „Sunset Boulevard“ mit William Holden und Gloria Swanson? Und waren nicht Harold Lloyd, Charlie Chaplin und Buster Keaton die Hollywood-Stars der 1920er? Ihrer wäre die Hall of Fame sicher würdig.

Erstaunlich ist auch ein Name, der sehr oft vorgeschlagen wurde: „Kino im Centralpark“. Ein Hauch von New York hätte dann über Kamp-Lintfort geschwebt, aber dieser Vorschlag lag ebenso leicht daneben wie „Kampino“ oder – sehr pfiffig – „Al Pakino“.

Limited Editions vor der Eröffnung

Nun ist und bleibt es aber die Hall of Fame, und da dieser Name einmalig ist in der Kinolandschaft, hat Kamp-Lintfort ein lichtdurchflutetes Alleinstellungsmerkmal. „Die Ringstraße wird somit zum ‚Hollywood Boulevard‘ der Stadt Kamp-Lintfort“, meint Anja Thies. Doch noch ist es nicht so weit. Im Herbst sollen die ersten Filme über die Leinwände in den sieben Sälen der Hall of Fame flimmern. „Es wird als Limited Edition Ein-, Drei- und Zwölfmonatskinopässe zum Kauf geben, die wir nur bis zum Datum der offiziellen Kinoeröffnung anbieten werden“, so Anja Thies.

Mehr Informationen ab dem 20. März auf hall-of-fame.website

Quelle: NRZ / Foto: Kino Kamp-Lintfort GmbH

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Vluyner wird Leiter des Lintforter Kinos (18.01.2018)


Michael Seidel kennt die Kinowelt seit fast einem Vierteljahrhundert. Er sieht hohes Potenzial für das Lichtspielhaus in Kamp-Lintfort. Zum Konzept gehört es, eine Bindung zu den Menschen in der einstigen Bergbauregion aufzubauen.

Kaum jemand kennt die niederrheinische Kinowelt so gut wie Michael Seidel. 1994 begann der Neukirchen-Vluyner, Karten im Passage-Kino am Krefelder Ostwall abzureißen. Er erlebte mit, wie der Betreiber, dem auch das Atlantikkino an der Haagstraße in Moers gehörte, in Krefeld das Passage-Kino durch das Cinemaxx am Hauptbahnhof ersetzte. Dort wurde er Betriebsleitungsassistent, als es im August 1997 eröffnet wurde. 2007 stieg er zum Theaterleiter auf, der er bis Mitte 2016 war. "Als ich vom neuen Kino in Kamp-Lintfort gehört habe, habe ich mich sofort dafür beworben", erzählt der 50 Jahre alte gelernte Elektroniker. "Ein neues, modern gestaltetes Kino, das zudem der Heimat verbunden ist, übt einen großen Reiz aus." So arbeitete er sich seit Oktober in der Mülheimer Filmpassage, die im Einkaufszentrum Forum am Mülheimer Hauptbahnhof liegt, in die Struktur des Kinobetreiberehepaares Thies ein.

Dieses Kino wird von der Consulthies GmbH betrieben, deren geschäftsführende Gesellschafter Anja und Meinolf Thies sind. Zum Kinoverbund gehören mehrere Lichtspielhäuser, neben dem in der Mülheimer Innenstadt auch in Lünen, Osnabrück, Salzgitter, Düren und Solingen. Dieser Verbund ist kleiner als Cinemaxx, UCI oder Cinestar, rangiert aber bundesweit unter den ersten zwölf. Er trägt zur derzeitigen Kinoneubauwelle bei. Nachdem Mitte der 1990er Jahre in Deutschland viele neue Lichtspielhäuser durch die großen Ketten gebaut wurden, sind es nun mittelständische Kinobetreiber, die neue Kinos errichten lassen, um sie dann zu mieten, in Kamp-Lintfort durch eine Investorengruppe um Thomas Berger. Die neuen Kinosäle bieten im Unterschied zu den Sälen vor zwei Jahrzehnten einen besseren Sound, weil an allen Wänden und Decken Lautsprecher eingebaut sind, um so die Besucher Teil des Filmstreifens werden zu lassen. Außerdem sind sie kleiner. In Kamp-Lintfort umfassen die sieben Säle zwischen 57 und 240 Plätzen. Denn neben den Blockbustern, derzeit zum Beispiel die achte Episode von Star Wars, will Michael Seidel auf Spartenprogramm setzen, wie in der Mülheimer Filmpassage.

Eine Sparte nennt sich Kaffeeklatsch und spricht Kinofans in der zweiten Lebenshälfte an, beispielsweise mit Streifen wie "Monsieur Pierre geht online", "Unter deutschen Betten" oder "Victoria und Abdul". Nach der Filmvorstellung tauschen sich die Besuchter bei Kaffee und Kuchen gemeinsam aus.

Eine zweite Sparte ist der Kidsclub, der auf die ganz junge Generation zielt. Wieder eine andere Sparte sind Sneak-Previews, also Filme, die vor dem offiziellen Start in Deutschland gezeigt werden, wobei die Besucher vorab nicht wissen, um welchen Streifen es sich handeln könnte. Wieder eine andere Sparte sind türkische Filme, die in Originalsprache mit deutschen Untertiteln über die Leinwand laufen.

Der Kinoleiter will eine emotionale Beziehung zwischen den Besuchern aus der Region und dem Kino aufbauen, die vor allem aus Moers und Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und Rheinberg kommen sollen, aber auch aus Duisburg. Zum Beispiel soll es für die Menschen aus dem einstigen Bergbaugebiet im Entree eine Wand aus Kohle geben.

Dort sollen die 200.000 Besucher, die jährlich kommen sollen, Plättchen einlassen können, auf denen ihre Namen eingraviert sind. "Das endgültige Aussehen der Wand steht noch nicht fest", sagt der Kinoleiter. Das gilt auch für den Namen. "Spätestens vor Ostern wird er bekannt gegeben Central-Park-Kino oder Friedrich-Heinrich-Kino sind es nicht." Auch der Eröffnungstermin ist nicht festgelegt, der beim ersten Spatenstich mit September 2018 angegeben worden war.

Damals konnte niemand von den Verzögerungen wissen, die es bei dem Sieben-Millionen-Euro-Projekt gibt, weil auf dem Gelände ein Bunker gefunden wurde und verschmutzter Boden großflächig umzulagern ist. Jetzt ist die Baugrube fast fertig. "Wenn im Februar die Bodenplatte gegossen ist, geht es schnell weiter", sagt Seidel mit Blick auf das Loch in der Nähe von ABC-Gebäude und Parkdeckauffahrt zum EK 3. "Es kann mit einem Termin im dritten Quartal klappen."


Quelle: RP / Foto: creich

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Kamp-Lintfort: Spatenstich für das neue Kino (09.11.2017)


Offizieller Startschuss für die Bauarbeiten. Kino mit 750 Plätzen soll im dritten Quartal 2018 eröffnen. Der Name bleibt noch ein Geheimnis.



Statt eines roten Teppichs ist zum symbolischen Spatenstich für das neue Kino Rollrasen ausgelegt, anstelle der üblichen Kanapees wird Popcorn serviert: Zwei Details, die hervorragend zu einer Kamp-Lintforter Erfolgsgeschichte passen. Am Mittwoch fiel der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten des neuen Multiplexkinos an der Ringstraße.

Über sieben Millionen Euro kostet der Kinoneubau auf dem alten Bergwerksgelände, gestemmt von einer sechsköpfigen privaten Investorengruppe aus Kamp-Lintfort und Umgebung. Wenn alles glatt läuft, werden im dritten Quartal 2018 die ersten Filme über die Leinwand flimmern.

Nicht das 17. Mulitplexkino in einer Großstadt

Der Bau eines Filmtheaters in Kamp-Lintfort sei etwas Besonderes, etwas anderes, als in einer Großstadt das 17. Mulitplexkino zu eröffnen, sagte Betreiber Meinolf Thies, geschäftsführender Gesellschafter der Consulthies GmbH. Gemeinsam mit seiner Frau Anja erläuterte er weitere Details zum Kinobetrieb. Sieben Säle mit 750 Plätzen warten auf die Kinobesucher. Zwei Säle werden zum Teil mit so genannten „Box-Motion-Seats“ ausgestattet – Sitze, die sich synchron zu Bild und Ton bewegen. In einen Saal wird außerdem ein Laser-Projektor eingebaut.

„Wir wollen mit unserem Programm alle Zielgruppen bedienen“, sagte Anja Thies. So werde es zum Beispiel nicht nur „Sneak Previews“ geben – Vorpremieren, bei der die Kinobesucher nicht wissen, welcher Film gezeigt wird – auch auf Kinder warte ein spezielles Angebot, etwa mit einem Kid’s Club. Außerdem geplant sind Formate wie „Ladies Nights“ oder „Kaffeeklatsch“.

30 Mitarbeiter, davon ein Drittel in Vollzeit

Theaterleiter vor Ort wird der kinoerfahrene Neukirchen-Vluyner Michael Seidel. Das neue Kino, dessen Name laut Anja Thies noch geheim gehalten und gerade rechtlich geprüft werde, soll 30 Mitarbeiter haben, davon etwa ein Drittel in Vollzeit. Gerechnet wird mit 175 000 bis 200 000 Besuchern jährlich, „es können aber auch gerne mehr werden“, wünscht sich Meinolf Thies.

Hinter der alten Zechenmauer ist derzeit noch nicht allzu viel zu sehen, die Erdarbeiten sind im Gange. Noch in diesem Jahr soll die Bodenplatte fertig werden, sagte Projektentwickler Thomas Krüger. 45 Parkplätze kommen auf das Areal, Kinobesucher könnten dazu unter anderem den Parkplatz an der Hochschule oder das Parkhaus am EK3 nutzen, so Krüger.

Kamp-Lintfort hat es einfach verdient, ein Kino zu haben

Anja und Meinolf Thies bedankten sich ebenso wie Bürgermeister Christoph Landscheidt ausdrücklich bei den Investoren, allen voran bei Thomas Berger, der trotz mancher Widrigkeiten das Projekt nie aufgegeben habe. Wie sich das an so einem Tag anfühlt? „Geil“, sagte Berger am Mittwoch kurz und knapp. „Kamp-Lintfort hat es einfach verdient, ein Kino zu haben.“ [...]


Quelle: NRZ, Foto: Lars Fröhlich

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D-Box-Sitze bringen Action ins neue Kino (09.11.2017)


"Erster Spatenstich" für das Projekt an der Ecke Moerser Straße / Ringstraße. Betreiber erwarten jährlich bis zu 200.000 Gäste. Zwei der sieben Säle werden über besondere Sessel verfügen, die sich zum Geschehen an der Leinwand bewegen.

3D und Dolby Surround sind für Kinogänger inzwischen olle Kamellen. Den zusätzlichen Kick zum klassischen Filmvergnügen liefern heute D-Box Motions Seats. Diese Sessel vibrieren und bewegen sich synchron zum Geschehen auf der Leinwand. So wird zum Beispiel die unvermeidliche Verfolgungsjagd bei "Fast & Furious" für Zuschauer zu einem körperlich spürbaren Erlebnis. Zwei der sieben Säle des Kamp-Lintforter Kinos werden über einige solcher Superultra-Sitze verfügen. "Die gibt es noch nicht ganz so häufig in Deutschland", sagte gestern Meinolf Thies, der mit seiner Frau Anja Thies das Kino betreiben wird.

Gestern fand der "Erste Spatenstich" für das Projekt auf dem ehemaligen Zechengelände, Ecke Moerser Straße / Ringstraße statt. Auch Bürgermeister Christoph Landscheidt war dazu eingeladen. "Hochschule, Laga, Bahnhof - alles kann man nach Kamp-Lintfort holen. Aber ein Kino, damit haben wir nie ernsthaft gerechnet", sagte er und empfahl, "Dauerkarten en masse rauszugeben, damit das funktioniert." Meinolf Thies nahm das rege Interesse am ersten Spatenstich als gutes Omen für künftige Besucherzahlen. Mit 175.000 bis 200.000 Gästen pro Jahr rechnen die Betreiber, die bereits sechs Filmtheater von Osnabrück bis Düren bespielen.

Das Kamp-Lintforter Kino wird über insgesamt 750 Sitze verfügen und all das bieten, was zeitgemäßes Filmtheater ausmacht: Eine Gastronomie mit Popcorn und Co., ein bestuhltes Foyer, einen Saal mit Laser-Projektionen und ein Programm mit regelmäßigen Aktionen, wie Sneak Preview, Ladies Night, Kids Club oder auch einem "Kaffeeklatsch", bei dem zu Kaffee und Kuchen besondere Streifen gezeigt werden. "Wir stehen auch einem Niveau-Kino mit ausgesuchten Filme offen", unterstrich Anja Thies. Allerdings müsse das Publikum dies auch annehmen.

Bauherr des Kinos ist die CPL-Investorengemeinschaft mit den Geschäftsführern Dagmar Kraus und Thomas Berger aus Kamp-Lintfort. Der Unternehmer Berger hatte vor zwei Jahren die Kino-Idee vorgestellt und an ihr trotz hoher Hürden festgehalten. In der CPL beteiligen sich private Unternehmen aus der Region an dem Projekt, das samt Technik gut sieben Millionen Euro kosten soll. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2018 geplant. Das Kino bringt 30 Arbeitsplätze in die Stadt, ein Drittel davon in Vollzeit. Hausleiter wird Michael Seidel aus Neukirchen-Vluyn, der früher ein Kino in Krefeld geleitet hat.

Den Namen für das Lichtspielhaus geben die Betreiber noch nicht preis. Es werde ein Name "den es für ein Kino noch nie gegeben hat". Über den Baufortschritt und andere Dinge wollen sie im Internet auf der Seite kino-in-kamp-lintfort.de ab Anfang Dezember informieren. Meinolf Thies kündigte eine Versteigerung an, zum Beispiel für eine exklusive Besichtigung des Hauses vor dem Start oder die erste Popcorntüte. "Einen Anteil der Erlöse werden wir für einen Zweck spenden, den wir mit dem Bürgermeister absprechen." Familien und Kinder ködern die Betreiber mit einem Malwettbewerb zum Thema "Mein Kino in meiner Stadt." Die ersten 80 Einsendungen an die Kino Kamp-Lintfort GmbH, Huttropstraße 60, 45138 Essen werden mit "Bob der Baumeister"-Helmen und -Handschuhen belohnt.


Quelle: RP, Foto: Klaus Dieker